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Xi'an Highlights

Terrakottaarmee/

Grabstätte des Kaisers Qin Shihuangdi

 

 

Terrakotta-Krieger

Die 1974 von Landarbeitern bei Xi'an entdeckte Grabstätte des Kaisers Qin Shihuangdi ist einer der bedeutendsten archäologische Funde des zwanzigsten Jahrhunderts. Bereits im Alter von 13 Jahren (246 v. Chr.), kurz nach seiner Thronbesteigung, ließ der Kaiser mit dem Bau seiner Grabstätte beginnen. Während der 36 Jahre dauernden Arbeiten waren bis zu 70.000 Arbeiter gleichzeitig mit dem Bau beschäftigt. Auf einem mehrere Tausend Quadratmeter großen Areal wurde eine Grabkammer, geschützt von einer Armee lebensgroßer Tonsoldaten, der Tonsoldatenarmee (Terrakottaarmee), errichtet.

Die Gesamtfläche der Anlage beträgt ca. 6 km2, neben Gruben mit Beigaben sind bisher 400 Nebengräber bekannt, die zum Teil im direkten Zusammenhang mit dem Kaisergrab stehen. Das Kaisergrab selbst soll unter der 76 m hohen Erdpyramide liegen. Sie misst von Osten nach Westen 345 und von Süden nach Westen 350 Meter. Der Historiker Sima Qian berichtet in seinen berühmt gewordenen historischen Aufzeichnungen (Shiji) von märchenhaften Schätzen, 700.000 Zwangsarbeitern und der Zerstörung im Jahre 206 v. Chr. durch eine Rebellenarmee.

Während der Regentschaft von Qin Shihuangdi wurden die bis dahin unabhängigen chinesischen Feudalstaaten zum ersten Mal zu einem Großreich vereinigt. Treibende Kraft dieser politischen und militärischen Meisterleistung war der Kanzler des Kaisers, Li Si, einer der fähigsten Staatsmänner in der Geschichte Chinas. Weitere Errungenschaften dieses ersten Kaisers des chinesischen Großreichs waren der Ausbau der Großen Mauer, die Anlage von Überlandstraßen und Kanälen sowie die Verwendung einheitlicher Schrift und Währung. Im Alter von 49 Jahren starb Qin Shihuangdi während einer Inspektionsreise in die Provinz,

       
   

 
         
 

und wurde in seiner Grabkammer beigesetzt. Der zweite Sohn des Qin Shihuangdi, Qin Er Shi, der die Herrschaft übernahm, war nicht annähernd so fähig wie sein Vater. Bereits drei Jahrenach dem Tod des Kaisers kam es zu Aufständen und der Rebellengeneral Xiang Yu verwüstete die Grabstätte (207 v. Chr.). Die Schächte mit den Tonsoldaten wurden aufgebrochen und ein großer Teil der Waffen entwendet. Die Holzwände, die die Soldaten umschlossen, wurden verbrannt und viele Figuren zerstört. 206 v. Chr. wurde Qin Er Shi getötet und das Ende der Qin-Dynastie war besiegelt. Anders als die Grabstätte von Qin Shihuangdi wurden die Tonsoldaten in keiner der zeitgenössischen oder späteren Aufzeichnungen erwähnt. Ihre Entdeckung war deshalb selbst für die Fachwelt eine Sensation. Bisher wurden mehr als 3000 Soldaten und Pferde sowie mehr als 40.000 Waffen ausgegraben und restauriert, geschätzte weitere 5000 Figuren sind noch im Erdreich verborgen.

Mit den Jahren füllte Sand von Überschwemmungen die Gruben, die Deckenbalken brachen ein, und nach und nach legten sich bis zu 40 Sedimentschichten über die einst lackierten und bunt bemalten Tonfiguren. Catharina Blänsdorf, Dipl. Restauratorin in der Arbeitsgruppe des „China-Projektes„ im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, spricht von farbenfrohen Gewändern, Ärmelumschlägen und Kragen, Hosen und Wickelgamaschen, mit kontrastreichen Kombinationen aus rot, orange, rosa, hell- und dunkelgrün, blau, verschiedenen Violetttönen und weiß: „Die Gesichter weisen helle, blasse Töne bis kräftig-rotbraune Farben auf. Nicht zwei Figuren sind identisch gestaltet!„

 
               
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